Guild Wars 3 soll sich klar von vielen modernen MMO-Modellen abheben. ArenaNet spricht über Monetarisierung, Spielzeit und die Grundidee hinter dem neuen Online-Rollenspiel.
ArenaNet hat genauer erklärt, was hinter Guild Wars 3 stehen soll. Studioleiter Colin Johanson sprach in einem Beitrag und mehreren Aussagen über Monetarisierung, Spielzeit und die Frage, wie ein modernes MMORPG aussehen kann, ohne Spieler dauerhaft an tägliche Pflichten zu binden.
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Es bleibt beim Kaufen-und-Spielen-Modell
Wie schon Guild Wars und Guild Wars 2 soll auch Teil 3 keine monatliche Abonnementgebühr verlangen. Johanson erklärte, dass es zur Grundidee der Reihe gehöre, ein Spiel zu kaufen und es anschließend zu den eigenen Bedingungen spielen zu können. Deswegen soll es auch keinen Battle Pass geben. Johanson bezeichnete bezahlte Battle Passes sinngemäß als moderne Form einer versteckten Abo-Struktur.
Viele Online-Rollenspiele fokussieren sich auf monatliche Gebühren, saisonale Belohnungspfade, tägliche Aufgaben oder Systeme, die Spieler regelmäßig zurückholen sollen. Trotzdem wird das Spiel natürlich nicht ohne zusätzliche Einnahmen auskommen. Verkauft werden sollen laut Johanson kosmetische Gegenstände, Kontodienste und Komfortfunktionen zur Zeitersparnis. Einen unfairen Vorteil durch Echtgeldkäufe soll es aber nicht geben. ArenaNet betont, dass es in einem Guild-Wars-Spiel niemals akzeptabel sei, wenn zahlende Spieler einen Vorteil gegenüber Spielern erhalten, die Zeit investieren.
ArenaNet spricht obendrein davon, die Zeit der Spieler respektieren zu wollen. Der dritte Teil soll also nicht wie ein Zweitjob wirken, bei dem tägliche Aufgaben, verpasste Belohnungen oder saisonale Fortschrittsleisten den Rhythmus bestimmen. Johanson sagte gegenüber PC Gamer sinngemäß, dass Spieler auch andere Spiele spielen dürfen sollen, ohne das Gefühl zu haben, in Guild Wars 3 zurückzufallen.
Guild Wars 3 soll zwischen Teil 1 und Teil 2 stehen
Auch spielerisch will ArenaNet nicht einfach Guild Wars 2 kopieren. Johanson erklärte, dass Guild Wars 3 stärker der Definition eines MMORPGs entsprechen soll als Guild Wars Reforged, aber nicht schlicht die großen Säulen von Guild Wars 2 übernimmt. Stattdessen soll der dritte Teil einen Mittelweg finden.
Das erste Guild Wars war stärker auf kleinere Gruppen, Helden, Begleiter und instanzierte Abenteuer ausgerichtet. Guild Wars 2 wurde dagegen vor allem durch große Open-World-Events, öffentliche Begegnungen und eine lebendige Welt bekannt. Der dritte Teil soll anscheinend beide Seiten neu zusammenführen, ohne die bisherigen Spiele zu ersetzen.
Guild Wars 3 ist für den PC und die PS5 geplant. Die ersten Beta-Tests sollen im Herbst 2027 starten. Einen endgültigen Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht. Guild Wars 2 soll außerdem weiterhin unterstützt werden, sodass ArenaNet die bisherigen Spieler nicht einfach abschneidet.
Der erste Trailer zeigte kaum echtes Gameplay, bestätigte aber bereits die Rückkehr des beliebten Reittiersystems. Dieses System gehörte zu den stärksten Erweiterungen von Guild Wars 2, weil Reittiere dort nicht nur schnelleres Reisen bedeuteten, sondern eigene Bewegungsarten und Erkundungsmöglichkeiten mitbrachten.
Quelle: PC Gamer und GamingBolt
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