Ich habe kürzlich die Demo von Onimusha: Way of the Sword auf Steam durchgespielt. Es hat nicht lange gedauert und ich war drin.
Onimusha: Way of the Sword ist das kommende Action-RPG von Capcom, das am 25. September 2026 für PlayStation 5, Xbox Series X|S, Nintendo Switch 2 sowie für PC erscheinen soll. Da es auf der Nintendo-Konsole ebenfalls herauskommt, merkt man, wie Capcom seine Bindung zu dieser Plattform pflegt. Ist ja auch ein logischer Schritt: Mehr Reichweite und ein weiteres Ökosystem bedeuten mehr Geld. Ich verrate euch, was mir an der Demo gut gefallen und welche kleinen Schwachstellen es noch gibt.
Ihr mögt Action-RPGs oder Herausforderungen wie in Onimusha: Way of the Sword? Hier sind die besten Soulslikes 2026.
Onimusha: Way of the Sword mit Soulslike-Elementen und Schwertkämpfen
Steam führt unter den beliebten Nutzertags auch Soulslike auf. Game Director Satoru Nihei hat sich dazu in der Vergangenheit aber geäußert: Onimusha: Way of the Sword soll kein Soulslike im Sinne eines strafenden „Die-and-Retry“-Spiels sein.
Trotzdem sind mir beim Spielen selbst gewisse Elemente aufgefallen, unter anderem sichere Spots wie Schreine, das Sammeln von Seelen und knackige Bosskämpfe. Aber selbst auf dem höheren Schwierigkeitsgrad „Action“, der in der Demo vorhanden war, war das Spiel teilweise noch recht locker. Ihr könnt es auch auf „Geschichte“ durchspielen, womit es deutlich einfacher wird. Ob es einen noch höheren Schwierigkeitsgrad geben wird, weiß ich bisher nicht.
Erwartet aber auch nicht, dass das Spiel ein reiner Selbstläufer ist. Manche Gegner hauen schon rein. In Onimusha: Way of the Sword gibt es übrigens ein Haltungssystem. Die Demo erinnerte mich in einzelnen Momenten an Sekiro, vor allem wenn normale Gegner nach genug Druck aus der Haltung gerieten. Bei den Bosskämpfen könnt ihr sogar zwei verschiedene Punkte am Körper wählen, um entweder mehr Schaden auszulösen oder mehr Seelen zu ergattern.
Insgesamt haben mir die Kämpfe in der Demo richtig Spaß gemacht. Besonders dann, wenn ein Schwert-Clash entstand und die Klingen aufeinanderprallten. Es gibt eine kurze Aneinanderreihung von Schwertschlägen, bei der es auch darauf ankommt, wie ihr zuschlagt. Je nach Reaktion könnt ihr den Gegner überlisten. Das macht unheimlich Spaß und für dieses Feature muss ich Capcom loben. Obendrein finde ich es toll, wenn beide Kontrahenten ihre Schwerter gegeneinanderdrücken.
Die komplette Demo habe ich auch als Gameplay-Video aufgenommen. Dort seht ihr den gesamten Abschnitt inklusive Bosskampf und bekommt direkt einen Eindruck davon, warum mich die Kämpfe so schnell gepackt haben.
Deutsche Synchro, Atmosphäre und kleine Schwächen
Die deutsche Synchro hat mir sehr gefallen. Im Video erwähne ich, dass mir die Stimme der „Handschuh-Dame“ sehr bekannt vorkommt. Außerdem ist mir die Stimme des Endbosses in der Demo aufgefallen, die ich schon in vielen asiatischen Produktionen gehört habe. Generell finde ich es toll, dass Capcom sich wieder für eine deutsche Synchronisation entscheidet. Leider entscheiden sich immer mehr Publisher und Entwickler gegen eine deutsche Synchronisation, um sich die Kosten und den Aufwand zu sparen. Sie müssen aber hinnehmen, dass sie damit viele Spieler abschrecken. Auf YouTube konnte ich schon häufig beobachten, dass nicht wenige Spieler schreiben: „Keine Synchro, kein Kauf.“
Die Atmosphäre hat mir ebenfalls sehr gefallen. Onimusha: Way of the Sword mischt Samurai-Flair mit Dark-Fantasy-Elementen. Mir gefiel auch das lineare Level mit den einzelnen Tempel-Abschnitten und den düsteren Pfaden. Weiter so, Capcom.
Kleine Schwachstellen gibt es beim Stealth-System. Ich konnte einmal locker einem Kreisel-Dämon hinterherlaufen und ihn dann von hinten meucheln. Lustigerweise wurde später angemerkt, man müsste sich leise bewegen, um nicht entdeckt zu werden. Diese Situation habe ich aber nur einmal in der Demo erlebt. Es ist also kein gravierendes Problem.
Dann finde ich es cool, wie ihr manche Gegenstände, etwa Zäune, als provisorischen Schild nutzen und sogar treten könnt. Es dient also als Schutz vor Bogenschützen und zugleich als Angriffsmöglichkeit. Leicht hat es mich aus der Immersion herausgerissen, als ich den Gegenstand ganz normal wieder auf den Boden legte und er sich dann auflöste. Gerade bei linearen Welten erwarte ich eher, dass sich Gegenstände oder Hilfsmittel nicht einfach so auflösen. Aber auch das ist eher ein kleiner Kritikpunkt.
Nach der Demo bin ich jedenfalls neugieriger auf Onimusha: Way of the Sword als vorher. Die Kämpfe haben mich schnell gepackt, die Atmosphäre funktioniert und die deutsche Synchro ist für mich ein echter Pluspunkt. Kleine Schwächen beim Stealth oder bei manchen Interaktionen mit Gegenständen sind vorhanden, haben meinen Eindruck aber nicht groß beschädigt. Wenn Capcom die Kämpfe in der Vollversion weiter ausbaut und vielleicht noch mehr Herausforderung bietet, könnte die Rückkehr von Onimusha richtig spannend werden. Wer sich selbst ein Bild machen möchte, findet die komplette Demo oben im eingebetteten Video.
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