Nach einigen Nahkämpfen schmerzen auf einmal die Arme und eure Angriffe sind nicht mehr so wirkungsvoll. Muskelzerrung verschwindet wieder, lässt sich aber bereits vor dem Kampf stark begrenzen.
Seit Build 42 kann körperliche Belastung in Project Zomboid eine Muskelzerrung beziehungsweise Muscle Strain verursachen. Vermehrt tritt sie nach mehreren Nahkampfangriffen auf. Der betroffene Körperbereich beginnt zu schmerzen und längere Kämpfe werden zunehmend gefährlich.
Die Muskelzerrung ist nicht dasselbe wie eine einfache Erschöpfung. Selbst wenn sich eure Ausdauer wieder erholt hat, kann die Belastung einzelner Körperteile noch vorhanden sein. Ihr müsst den betroffenen Muskeln eine Pause gönnen und solltet eure Ausrüstung an den Fähigkeiten eures Charakters ausrichten.
Möchtet ihr die neue Mechanik lieber ganz umgehen, könnt ihr vorerst zur früheren Version zurückkehren. In meinem anderen Guide erfahrt ihr, wie ihr Project Zomboid weiterhin mit Build 41 spielt und euren alten Spielstand ladet.
Die Muskelzerrung verschwindet mit der Zeit
Zieht euch aus dem Kampf zurück, sobald im Gesundheitsfenster eine Muskelzerrung auftaucht. Verwendet den betroffenen Körperbereich nicht weiter und wartet an einem sicheren Ort, bis die Belastung zurückgeht.
Im Einzelspieler könnt ihr euch auf den Boden oder auf ein Möbelstück setzen und die Zeit beschleunigen. Das Sitzen entfernt die Muskelzerrung nicht augenblicklich. Entscheidend ist, dass ihr keine weiteren anstrengenden Aktionen ausführt und Zeit verstreichen lasst.
Community-Tests im Debug-Modus zeigen, dass die Belastung getrennt für einzelne Muskelbereiche berechnet wird und dort nach und nach abnimmt. Auch die aktuelle Spieldokumentation enthält getrennte Funktionen für Arme, Beine, Rücken und Nacken. Eine stark belastete Körperpartie kann deswegen noch schmerzen, obwohl ein anderer Bereich bereits wieder einsatzbereit ist.
Schmerzmittel können durch die Muskelzerrung ausgelösten Schmerzen vorübergehend unterdrücken. Die eigentliche Muskelzerrung bleibt aber bestehen und kann weiter anwachsen, wenn ihr erneut kämpft. Nutzt die geringeren Schmerzen deshalb nicht als Einladung, sofort wieder eine große Gruppe anzugreifen. Das könnte euch zum Verhängnis werden.
Stärke und Waffenfertigkeit verringern die Belastung
Wie schnell eure Arme im Nahkampf ermüden, hängt unter anderem von der Stärke, der passenden Waffenfertigkeit und der verwendeten Waffe ab. Logisch, oder?
Ein Mitglied des offiziellen QA-Teams bestätigt, dass eine höhere Stärke und die entsprechende Waffenfertigkeit die Zeit enorm verlängern können, bevor euch eine Waffe ermüdet. Verwendet ihr etwa eine Axt, hilft euch die Fertigkeit für Äxte. Bei einem Baseballschläger ist dagegen die passende Fertigkeit für lange stumpfe Waffen entscheidend.
Es lohnt sich daher, nicht ständig zwischen sämtlichen Waffengattungen zu wechseln. Bleibt möglichst bei einem Typ, für den euer Charakter bereits Punkte besitzt oder den ihr langfristig ausbauen möchtet. Mit zunehmender Fertigkeit könnt ihr mehr Angriffe ausführen, bevor die Muskelzerrung zum Problem wird.
Auch das Gewicht der Waffe fließt in die Berechnung ein. Sehr schwere Hämmer, Keulen und andere massive Werkzeuge können einen unerfahrenen Charakter bereits nach wenigen Schlägen stark belasten.
Für die ersten Tage eignen sich also Waffen, die euer Charakter beherrscht und ohne große Belastung führen kann. Eine schwere Waffe verursacht zwar häufig hohen Schaden, hilft euch aber wenig, wenn eure Arme nach wenigen Gegnern schmerzen.
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Kämpft in kleineren Gruppen
Die Muskelzerrung soll verhindern, dass ihr ohne Unterbrechung große Zombiegruppen im Nahkampf beseitigt. The Indie Stone führte die Mechanik als Teil des veränderten Kampfflusses von Build 42 ein. Spieler sollen häufiger entscheiden, welchen Gegnern sie ausweichen und wann sie einen Kampf abbrechen.
Darum solltet ihr nur wenige Zombies auf einmal anlocken. Nach einer kurzen Gruppe könnt ihr euch zurückziehen, die Umgebung sichern und eure Muskeln erholen lassen. Wartet nicht, bis starke Schmerzen eure Angriffe bereits verlangsamen.
Verringert außerdem die Zahl der nötigen Schläge. Greift einzelne Zombies aus einer guten Position an und nutzt Waffen, deren Fertigkeitsstufe zu eurem Charakter passt. Muss eine ungeübte Figur jeden Gegner mehrfach treffen, sammelt sie bei derselben Gegnerzahl mehr Belastung an.
Eine Muskelzerrung entsteht nicht nur im Kampf. Auch starke Überladung kann sie verursachen, sobald das getragene Gewicht bereits Gesundheitsschaden anrichtet. Die Entwickler halbierten diese Belastung schon während der Entwicklung von Build 42, entfernt wurde sie jedoch nicht. Längeres Klettern an Seilen sowie einige körperliche Arbeitsvorgänge können ebenfalls betroffene Muskeln beanspruchen.
Die Muskelzerrung im Sandbox-Modus reduzieren
Ist euch die Mechanik zu streng, könnt ihr für eine neue benutzerdefinierte Sandbox-Welt den Wert Muscle Strain Factor verändern. Die Einstellung erlaubt es, die kampfbedingte Muskelzerrung zu erhöhen, zu reduzieren oder auf null zu setzen. Die offiziellen Patchnotes heben diese Anpassungsmöglichkeiten hervor.
Beachtet jedoch eine wichtige Einschränkung. Ein Mitglied des QA-Teams erklärt, dass der Wert null die Muskelzerrung durch Übungen nicht entfernt. Die Sandbox-Einstellung betrifft darum nicht zwingend jede mögliche Quelle der Belastung.
Die aktuelle stabile Version 42.20 enthält bereits eine abgeschwächte Variante der Mechanik. The Indie Stone reduzierte ihre Auswirkungen während der Vorbereitung auf die stabile Veröffentlichung. Sehr frühe Erfahrungsberichte aus der ersten Build-42-Fassung lassen sich deshalb nicht vollständig auf den heutigen Stand übertragen.
Am zuverlässigsten begrenzt ihr die Muskelzerrung durch eine passende Waffenfertigkeit, ausreichend Stärke, leichtere Waffen und kurze Kampfpausen. Ist die Belastung bereits vorhanden, zieht ihr euch zurück und lasst den betroffenen Körperbereich erholen. Hoffentlich helfen euch die Infos. Und vergesst nicht: Immer schön weiterquesten.
Quelle: pzfans
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