Anno 117: Erwachen des Deltas – Kornspeicher mit gelagerten Vorräten in einer ägyptischen Siedlung

Überfüllte Kornspeicher werden in Anno 117: Erwachen des Deltas schnell zum Festmahl für Ratten. Ich zeige euch, wie ihr eine Plage verhindert, eure Vorräte rettet und welche Maßnahmen gegen die Nager wirklich etwas bringen.

Eine reiche Ernte ist in Aegyptus eigentlich ein Grund zur Freude. Schließlich braucht eure Bevölkerung reichlich Vorräte, um die nächste Nilüberschwemmung zu überstehen. Doch wer seine Kornspeicher bis zum Rand füllt, könnte unangenehmen Besuch bekommen.

Die Erweiterung Erwachen des Deltas führt mit den Rattenplagen eine neue Gefahr für eure Wirtschaft ein. Die kleinen Nager können die Gesundheit eurer Siedlung beeinträchtigen und sogar Hunderte Tonnen eingelagerter Waren verschwinden lassen.

Glücklicherweise könnt ihr das Risiko mit einer guten Lagerverwaltung stark verringern. Wer die landwirtschaftliche Produktion erweitern möchte, findet in meinem Guide zur Bewässerung mit Förderbecken und Kanälen weitere Tipps.

Warum entstehen Rattenplagen in Anno 117?

Der neue Kornspeicher ist für die Landwirtschaft in Aegyptus richtig nützlich. Innerhalb seines Wirkungsbereichs erhöht er die Produktivität von Bauernhöfen um 15 Prozent und gewährt ihnen einen Bevölkerungsbonus von +1.

Jeder Kornspeicher schluckt 100 Tonnen landwirtschaftliche Erzeugnisse. Während der Ernte kommt dieser Platz wie gerufen, wenn eure Felder auf Hochtouren laufen und ihr Vorräte für die nächste Nilüberschwemmung bunkert.

Zu voll solltet ihr die Lager trotzdem nicht stopfen.

Steigen eure Agrarvorräte über das reguläre Lagerlimit, entsteht Überfüllung. Je weiter ihr über die Grenze hinausschießt, desto höher klettert das Risiko einer Rattenplage. Kornspeicher auf niedriger Ausbaustufe verschärfen das Problem noch.

In regelmäßigen Abständen würfelt das Spiel gewissermaßen aus, ob die Nager zuschlagen. Ein überfülltes Lager löst nicht sofort eine Rattenplage aus. Lasst ihr die Vorräte jedoch weit über das Limit wachsen, spielt ihr den Ratten kräftig in die Pfoten.

So verhindert ihr eine Rattenplage

Die wirksamste Vorsorge ist, eure Kornspeicher nicht dauerhaft überlaufen zu lassen. Dafür bieten sich mehrere Möglichkeiten an:

  1. Kontrolliert eure Lagerbestände. Im Statistikmenü könnt ihr über den Reiter „Lager“ nachvollziehen, welche Waren sich auf euren Inseln ansammeln. Achtet auf große Agrarvorräte während der Erntezeit.
  2. Verkauft oder exportiert überschüssige Waren. Wenn eure Landwirtschaft mehr produziert, als eure Bevölkerung benötigt, könnt ihr einen Teil der Vorräte über Handelsrouten abtransportieren. Plant dabei genügend Reserven für die nächste Überschwemmung ein.
  3. Verbessert eure Kornspeicher. Über den Forschungsbaum könnt ihr höhere Ausbaustufen freischalten. Diese verbessern nicht nur die Lagerung und landwirtschaftlichen Boni, sondern verringern laut Ubisoft auch das Risiko eines Rattenbefalls.
  4. Nutzt Katzenfreund Katzullus. Der Spezialist gehört zu den ausdrücklich von Ubisoft genannten Gegenmaßnahmen. Mit seiner Hilfe lässt sich das Risiko einer Plage reduzieren.

Prüft eure Produktionsmengen vor allem dann, wenn mehrere Bauernhöfe gleichzeitig hohe Erträge erzielen. Produziert ihr dauerhaft zu viel, kann es sinnvoll sein, einzelne Betriebe zeitweise zu pausieren.

Verbesserte Kornspeicher und Spezialisten verringern das Risiko. Sie bedeuten nicht, dass ihr eure Lager unbegrenzt überfüllen könnt.

Welche Folgen hat eine Rattenplage?

Eine Rattenplage knabbert nicht nur an euren Vorräten. Je nach Stärke des Ereignisses leidet auch die Gesundheit der betroffenen Gebäude.

In den von Anno117.tools ausgewerteten Spieldaten tauchen drei verschiedene Rattenereignisse auf. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad sehen die Folgen so aus:

RattenereignisGesundheitWarenverlust
Leichtes Rattenproblem−150–100 Tonnen
Rattenbefall−2100–200 Tonnen
Schwere Rattenplage−4200–300 Tonnen

Alle drei Ereignisse bleiben auf dem normalen Schwierigkeitsgrad 30 Minuten aktiv. Laut den ausgelesenen Daten prüft das Spiel etwa alle zwei Stunden, ob die Ratten zuschlagen. Bei stark überfüllten Lagern kann die Wahrscheinlichkeit dabei bis auf 100 Prozent klettern.

Auf leicht gehen euch keine Waren verloren. Die Nager drücken dort nur die Gesundheit der betroffenen Gebäude. Auf schwer können Plagen häufiger auftreten und euch bis zu 45 Minuten auf den Keks gehen.

Während einer aktiven Rattenplage können sogar eigene Statthalter-Entscheidungen auftauchen.

Vor allem in großen Agrarsiedlungen solltet ihr eure Lagerbestände deshalb nicht einfach bis zum Anschlag volllaufen lassen. Ein weiterer Kornspeicher oder eine rechtzeitig verschickte Handelslieferung kann den Ratten das nächste Festmahl vermiesen.

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Quellen: Anno Union | Anno117.tools

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